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Feier-Tage

Autor: AnneMontanus | Datum: 16 Februar 2013, 12:07 | 0 Kommentare

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Feiern geht hier eigentlich immer – und wie! Der Beweis dafür kam spätestens letztes Wochenende: 4 Feiern in 2 Tagen!

 

#1: Los ging es am Sonntag: eine (etwas verspätete ;-)) Weihnachtsfeier mit den Bewohnern. Dazu haben wir eins der besten europäischen Essen (Schoko :-D) mit einem der besten kamerunischen Essen (Früchte) kombiniert: superleckeres Schokofondue! Und Yonca's Vater hatte Weihnachtsmützen für alle Bewohner geschickt. Dass es schon Mitte Februar ist, störte dabei niemanden und mit den vielen Weihnachtsmützen um mich herum habe ich mich fast weihnachtlicher gefühlt als an Weihnachten selbst ;-) Und es dauerte nicht lange, bis die Hintergrundmusik lauter gestellt wurde, die Tische zur Seite geschoben noch eine spontane Party drangehängt wurde. Tanzen geht einfach immer, da sind auch ein Rollstuhl oder Krücken kein Hindernis ;-)

 

#2: Abends dann das Finale des Afrika-Cups 2013. Burkina Faso gegen Nigeria. Obwohl Kamerun sich noch nicht mal qualifiziert hatte, herrschte schon die letzten Wochen Fußball-Feststimmung. Da Kamerun ja leider nicht dabei war, waren zumindest immer die anderen frankophonen Länder meine Favoriten. Damit bin ich auch recht gut durchgekommen, unter anderem in einem superspannenden Halbfinale Burkina Faso – Ghana, aus dem Burkina Faso nach Elfmeterschießen als Sieger hervorging. Das beste an dem Spiel war aber eigentlich die Stimmung: Wegen Stromausfalls saßen wir alle in der Küche um meinen Weltempfänger und haben das Spiel bei Radio France International verfolgt – und nach jedem Elfmeter gerätselt, ob er jetzt drin war oder nicht, weil sich die Reporter irgendwie nie so klar ausgedrückt haben :-D. Im Finale hat dann leider doch Nigeria gewonnen, aber trotzdem war es ein sehr lustiger Abend!

 

#3: Am Montag dann ein wirklich offizieller Feiertag: „Fête de la Jeunesse“ in Kamerun. Der offizielle Teil fand an der Festtribüne statt: Unter den Augen der „hohen Leute“ von Baham auf der Tribüne sind alle Kinder und Jugendlichen marschiert. Von der Ecole Maternelle (Kindergarten) bis zu den Berufsschulen. Bei den kleinen Kindergartenkindern war es ein heilloses Chaos – in Reihen marschieren, dazu singen und so viel drumherum zu sehen, das ist für dreijährige Kinder einfach etwas viel. Bei den Grundschülern hingegen nahmen es einige sehr ernst, da gingen die Hände bei jedem Schritt hoch in den Himmel und es wurde wirklich marschiert. Das fand ich ziemlich befremdlich und teilweise beklemmend, Kinder so militärisch marschieren zu sehen. Für alle hier war es aber vollkommen normal – und sehr merkwürdig, als ich erzählt habe, dass ich in meinem 19jährigen Leben noch nie marschiert bin.

Das hat sich dann auch an diesem 11.Februar geändert: Das Centre war natürlich auch dabei. Da das aber mit Rollstühlen nicht so einfach ist, mussten wir nicht wirklich marschieren, sondern sind nur in Reihen an der Tribüne vorbeigelaufen. Ich war froh, als wir durch waren und uns danach ins Gewimmel stürzen konnten: Überall waren Stände mit Keksen, Eis, Bonbons, Brot, Joghurt,... - es hat mich etwas an Kirmes erinnert :-).

 

#4: Zurück zuhause haben wir mit den Bewohnern weitergefeiert. Erst wieder mit Musik, tanzen und spielen (unser Salon war ganz leergeräumt, für die Tage war das der Lieblingsspielplatz der Kinder ;-)) und abends Kino: Ice Age 3. Ich hatte gedacht, einen animierten Film versteht man überall, da fallen Kulturunterschiede nicht ins Gewicht. Aber an manchen Stellen hat man gemerkt, dass er doch sehr westlich ausgerichtet ist, mit Witzen, die die Bewohner nicht verstehen konnten, weil sie zum Beispiel sowas wie Schallplatten einfach nicht kennen.

 

Abends bin ich müde ins Bett gefallen und habe danach die All-Tage genossen. Mit dem Feiern ist es allerdings nie vorbei: Gestern Abend kam das Wasser wieder, was erstmal für viel Freude (nicht mehr zum Brunnen laufen!) und dann für viel Arbeit (Wäschewaschen aufholen) sorgte ;-). Und nächste Woche ist die große offizielle Neujahrsfeier hier im Centre, für die schon seit einigen Wochen täglich geprobt wird – mehr dazu beim nächsten Mal!

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