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Bon appétit!

Autor: AnneMontanus | Datum: 02 Oktober 2012, 14:04 | 0 Kommentare

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Ich habe lange ueberlegt, worum es in meinem zweiten Blogeintrag geht – deswegen hat es auch so lange gedauert ;-) Nach der Beerdigung war schon wieder so viel los, dass mir das zu weit weg scheint. Meinen Alltag kann ich noch nicht richtig beschreiben, weil erst jetzt das Programm hier im Centre allmaehlich anlaeuft und sich da zur Zeit staendig etwas aendert.... Und nun habe ich endlich ein wuerdiges Thema gefunden: Essen!

Morgens vor dem Unterricht raten Yonca (Yonca ist meine Mitfreiwillige hier im Centre) und ich als erstes, was es wohl zum Fruehstueck gibt und malen uns dabei die schoensten Sachen aus, sodass uns schon das Wasser im Mund zusammenlaeuft. 2 Stunden muessen wir uns dann aber noch gedulden, denn Fruehstueck gibt es erst um 10.

Manchmal scherzen wir, dass man schon am Fruehstueck erkennt, was es fuer ein Tag wird: Wenn es Omelette, Spaghetti oder Avocado-Purée gibt, wird es ein besonders guter Tag ;-) Aber auch die anderen Alternativen - Milch (Instantpulver mit Unmengen an Zucker), Bananen, Schokoaufstrich und einen Brei, dessen Namen ich immer vergesse – schmecken mir sehr gut :-)

Mein Mittagessens-Favorit wechselt zur Zeit noch fast taeglich. Tendenziell sind es aber Fufu, Sauce Gombo (eine sehr schleimige Sauce, die nicht sehr appetitlich aussieht, aber super schmeckt), Pomme Pilée (gestampfte Kartoffeln mit Bohnen) und Haricots (Bohnen).

Fruehstueck und Mittagessen werden unter der Woche von MaPo zubereitet, die hier im Centre kocht. Abends wird dann das Mittagessen von den Bewohnern nochmal aufgewaermt und am Wochenende kochen sie reihum in Gruppen fuer alle Bewohner. Die Selbststaendigkeit der Bewohner beeindruckt mich immer noch, die schaffen echt alles alleine, bzw. mit gegenseitiger Hilfe!

Abends und am Wochenende verbringe ich viel Zeit mit den Bewohnern in der Kueche – denn kamerunisch zu kochen, braucht seine Zeit! Es wird halt alles von Hand zubereitet, da muss man dann auch schonmal 81 Knoblauchzehen (ja, wir haben gezaehlt :-D) schaelen und schneiden („petit-petit!“). Fuer wieviele Tage das wohl reicht? Fuer genau eine Mahlzeit :-D

Ausserdem ist es in der Kueche immer lustig und gemuetlich. Denn viele kochen, auch wenn sie einen Gasherd haben, ueber offenem Feuer – und dabei wird viel geredet und gelacht! Besonders spannend wird es, wenn die Jungs kochen (durchaus keine Selbstverstaendlichkeit hier in Kamerun!) und es heisse Diskussionen darueber gibt, ob das jetzt schon viel zu viel Salz war, oder nicht doch noch viel mehr dazu muss.

Mein Vegetarier-Dasein habe ich hier sofort aufgegeben, denn in fast jeder Sosse schwimmt Trockenfisch und wenn man irgendwo zu Besuch ist, gibt es immer spontan etwas zu essen (eine sehr schoene Eigenart der Kameruner, finde ich!) und das Fleisch,abzulehnen, was hier etwas besonders Gutes ist, finde ich zu unhoeflich... So war meine erste Mahlzeit hier in Kamerun dann auch direkt Fisch – im Ganzen ;-).

Und dann gibt es noch das „Zwischendurchessen“, das man hier auf keinen Fall unterschaetzen sollte: Batons de Manioc (Teigstangen), Prunes (den Geschmack kann man nicht beschreiben, in Deutschland gibt es nichts vergleichbares. Beim ersten Mal ist es sehr komisch, ab dem zweiten Mal liebt man es :-D), Zuckerrohr, frische Erdnuesse (gekocht, nicht geroestet), frittierte Bananenscheiben, alles moegliche Obst, dass ganz anders als in Deutschland schmeckt (ich will nicht sagen besser, aber irgendwie schon ;-)) und meine absoluten Favoriten: Beignets! Das alles schmeckt unglaublich gut und da kann es auch schonmal vorkommen, dass Yonca so verrueckt ist, 20 Minuten zum Markt zu laufen (und zurueck), nur weil uns gerade ein Heisshunger auf Batons de Manioc ueberfallen hat ;-). Und gerade schneidet aufopferungsvoll sie Zuckerrohr, dass wir jetzt gleich an die Bewohner verteilen werden...

Bis bald (balder als seit dem letzten Blogeintrag, ich gelobe Besserung ;-)),

Eure Anne :-)

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