VEM-Freiwillige   2017/2018   2016   2015   2014   2013   2012   2011   2010   2009 

Alena | Anne | Annika | Augustin | Freddy | Janina | Lars | Lena K | Lena S | Luise | Maike | Manuel | Maren | Mona | Nele | Sebastian | Viola | Wiebke | Yasha

Menu:

Archiv

Blog durchsuchen:

Bon appétit!

Autor: AnneMontanus | Datum: 02 Oktober 2012, 14:04 | Kommentare deaktiviert

Normal 0 21 false false false FR X-NONE X-NONE MicrosoftInternetExplorer4

Ich habe lange ueberlegt, worum es in meinem zweiten Blogeintrag geht – deswegen hat es auch so lange gedauert ;-) Nach der Beerdigung war schon wieder so viel los, dass mir das zu weit weg scheint. Meinen Alltag kann ich noch nicht richtig beschreiben, weil erst jetzt das Programm hier im Centre allmaehlich anlaeuft und sich da zur Zeit staendig etwas aendert.... Und nun habe ich endlich ein wuerdiges Thema gefunden: Essen!

Morgens vor dem Unterricht raten Yonca (Yonca ist meine Mitfreiwillige hier im Centre) und ich als erstes, was es wohl zum Fruehstueck gibt und malen uns dabei die schoensten Sachen aus, sodass uns schon das Wasser im Mund zusammenlaeuft. 2 Stunden muessen wir uns dann aber noch gedulden, denn Fruehstueck gibt es erst um 10.

Manchmal scherzen wir, dass man schon am Fruehstueck erkennt, was es fuer ein Tag wird: Wenn es Omelette, Spaghetti oder Avocado-Purée gibt, wird es ein besonders guter Tag ;-) Aber auch die anderen Alternativen - Milch (Instantpulver mit Unmengen an Zucker), Bananen, Schokoaufstrich und einen Brei, dessen Namen ich immer vergesse – schmecken mir sehr gut :-)

Mein Mittagessens-Favorit wechselt zur Zeit noch fast taeglich. Tendenziell sind es aber Fufu, Sauce Gombo (eine sehr schleimige Sauce, die nicht sehr appetitlich aussieht, aber super schmeckt), Pomme Pilée (gestampfte Kartoffeln mit Bohnen) und Haricots (Bohnen).

Fruehstueck und Mittagessen werden unter der Woche von MaPo zubereitet, die hier im Centre kocht. Abends wird dann das Mittagessen von den Bewohnern nochmal aufgewaermt und am Wochenende kochen sie reihum in Gruppen fuer alle Bewohner. Die Selbststaendigkeit der Bewohner beeindruckt mich immer noch, die schaffen echt alles alleine, bzw. mit gegenseitiger Hilfe!

Abends und am Wochenende verbringe ich viel Zeit mit den Bewohnern in der Kueche – denn kamerunisch zu kochen, braucht seine Zeit! Es wird halt alles von Hand zubereitet, da muss man dann auch schonmal 81 Knoblauchzehen (ja, wir haben gezaehlt :-D) schaelen und schneiden („petit-petit!“). Fuer wieviele Tage das wohl reicht? Fuer genau eine Mahlzeit :-D

Ausserdem ist es in der Kueche immer lustig und gemuetlich. Denn viele kochen, auch wenn sie einen Gasherd haben, ueber offenem Feuer – und dabei wird viel geredet und gelacht! Besonders spannend wird es, wenn die Jungs kochen (durchaus keine Selbstverstaendlichkeit hier in Kamerun!) und es heisse Diskussionen darueber gibt, ob das jetzt schon viel zu viel Salz war, oder nicht doch noch viel mehr dazu muss.

Mein Vegetarier-Dasein habe ich hier sofort aufgegeben, denn in fast jeder Sosse schwimmt Trockenfisch und wenn man irgendwo zu Besuch ist, gibt es immer spontan etwas zu essen (eine sehr schoene Eigenart der Kameruner, finde ich!) und das Fleisch,abzulehnen, was hier etwas besonders Gutes ist, finde ich zu unhoeflich... So war meine erste Mahlzeit hier in Kamerun dann auch direkt Fisch – im Ganzen ;-).

Und dann gibt es noch das „Zwischendurchessen“, das man hier auf keinen Fall unterschaetzen sollte: Batons de Manioc (Teigstangen), Prunes (den Geschmack kann man nicht beschreiben, in Deutschland gibt es nichts vergleichbares. Beim ersten Mal ist es sehr komisch, ab dem zweiten Mal liebt man es :-D), Zuckerrohr, frische Erdnuesse (gekocht, nicht geroestet), frittierte Bananenscheiben, alles moegliche Obst, dass ganz anders als in Deutschland schmeckt (ich will nicht sagen besser, aber irgendwie schon ;-)) und meine absoluten Favoriten: Beignets! Das alles schmeckt unglaublich gut und da kann es auch schonmal vorkommen, dass Yonca so verrueckt ist, 20 Minuten zum Markt zu laufen (und zurueck), nur weil uns gerade ein Heisshunger auf Batons de Manioc ueberfallen hat ;-). Und gerade schneidet aufopferungsvoll sie Zuckerrohr, dass wir jetzt gleich an die Bewohner verteilen werden...

Bis bald (balder als seit dem letzten Blogeintrag, ich gelobe Besserung ;-)),

Eure Anne :-)

 

Die erste Woche in Ka,erun

Autor: AnneMontanus | Datum: 03 September 2012, 15:27 | Kommentare deaktiviert

Normal 0 21 false false false FR X-NONE X-NONE

In meiner ersten Woche hier in Kamerun habe ich ein volles Kultur- und “das wird mein Leben für ein Jahr”-Programm erlebt:

-          Angekommen bin ich in Douala, wo es schülwarm, laut und voll war – es gab auf alle Fälle eine Menge Sachen zu sehen, riechen, hören,…

-          Eine kulinarische Fahrt nach Baham, auf der Zacharie, der Leiter meines Projekts, alle möglichen Früchte zum Probieren gekauft hat.

-          Seit Sonntag wohne ich bei der Familie von Zacharie, wo immer viel los ist – so bekomme ich kamerunisches „Mehr-oder-weniger“-Alltagsleben mit.

-          Viiieeele liebe Menschen, mit denen ich im Nächsten Jahr viel zu tun haben, zum Beispiel die Familie von Zacharie und die Mitarbeiter im Centre, meinem Projekt. Von denen werdet ihr sicher noch hören ;-)

-          Viel warten und plötzliche Aufbrüche

-          Aussschnitte einer Beerdigungsfeier auf kamerunische Art: mehrere Tage mit sehr vielen Leuten (bei dieser hier 500) Essen, Gottesdienst, Tänzen,…  Nächstes Wochenende wird die Mutter von Zacharie beerdigt, da werde ich noch mehr und näher miterleben, wenn ich es schaffe, berichte ich danach!

-          Ausflüge zum Markt in Bandjoun und Bafoussam (es gibt alles, wirklich alles!), wo ich meinen ersten afrikanischen Stoff gekauft habe.

-          Erdnussernte auf dem Feld

-          Eine Autofahrt mit 7 Leuten in einem Auto, inklusive vollem Gepäck von 5 Leuten.

-          Französisch – eine sehr komplizierte Sprache :-D Inzwischen verstehe ich schon deutlich mehr,  aber es wird wohl noch eine Weile dauern, bis ich wirklich gut zurechtkomme…

-          Ein paar Worte auf Baham, der Ortssprache, habe ich auch schon gelernt!

-          Gaaanz viel Essen: MaDe, die Frau von Zacharie, kocht sehr lecker und bisher gab es glaub ich jeden Tag etwas Neues. Meine Favoriten sind bisher Fufu (ein bisschen wie Kuchenteig und wer mich kennt, weiß, wie sehr ich rohen Kuchenteig liebe :-D) und Beignes (Berliner ohne Marmelade, das wünsch ich mir auch in Deutschland immer ;-)). Etwas gewöhnungsbedürftig ist hingegen noch der Fisch, der oft auch im ganzen (inklusive Augen, Mund, Flossen,…) gegessen wird.

-          Ich habe mein zukünftiges Zuhause gesehen. Morgen ziehe ich um und ich freue mich schon sehr darauf, mein Zimmer einzurichten!

-          Sehr viele unterschiedliche Stimmungen, von sehr glücklich über müde bis sprachfrustriert- bei so viel Neuem wohl kein Wunder ;-).

-          Strom- und Wasserausfälle (letzteres seit nun fast einer Woche)

-          Viel Regen (es ist Regenzeit) und angenehme, bisweilen kühle Temperaturen, weil Baham recht hoch liegt.

-          Und noch viele, viele weitere spannende Eindrücke!

Ab heute geht es im Centre los, die Ferien sind vorbei und die Bewohner trudeln so langsam wieder ein. Ich freue mich und bin gespannt, wer und was mich hier erwartet!

P.S.: Vielen, vielen lieben Dank an alle, die sich an dem „Erinnerungsbuch“ beteiligt haben! Das ist so wunderschön und es tut sehr gut zu wissen, wieviele Menschen so lieb an einen denken! Danke!!!  J

 

Es geht los!

Autor: AnneMontanus | Datum: 24 August 2012, 17:45 | Kommentare deaktiviert

Ich habe soeben das Wunder vollbracht, meine Tasche zu packen und zwar tatsächlich alles in einen Trekkingrucksack (+Handgepäck)! Dadurch kann ich meine Gitarre als zweites Gepäckstück mitnehmen :-) Bis zur letzten Minute habe ich organisiert, zusammengesucht, verabschiedet,... Jetzt "muss" ich gleich noch Mousse au Chocolat essen und dann geht es los nach Düsseldorf, wo wir noch eine Nacht schlafen, bevor morgen früh um 7.20 mein Flieger nach Kamerun geht! ich bin unglaublich gespannt und aufgeregt ;-)

Hiermit verabschiede ich mich nun endgültig aus dem deutschen Internet! Bis bald (spätestens in 356 Tagen ;-)), 

Eure Anne :-)

 

«zurück   1 2